Gemälde

Wir sind untröstlich, 2025–2026

ORLAN ist untröstlich angesichts des entsetzlichen Zustands der heutigen Welt, die nach der Hoffnung der Aufklärung und der Rechtsstaatlichkeit wieder in den Obskurantismus zurückfällt. Mit Entsetzen beobachtet sie die Ausbreitung von Kriegen, das Aufkommen extremer Ideologien – die extreme Rechte, neue Formen des Totalitarismus, den Maskulinismus, die Fremdenfeindlichkeit… – das kraftvolle Wiederaufleben religiöser Dogmen, die spalten, mit Regierungen paktieren, Kriege schüren und Tabus in Bezug auf Körper und Sexualität schaffen.  

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ORLAN verbindet geometrische Fragestellungen mit KI & KIA, 2025

ORLAN begann seine Karriere mit Malerei und Bildhauerei.

ORLAN beschloss, abstrakte geometrische Werke (1971–1974) zu schaffen, die sie mit einer Spritzpistole auf weißem Laminat auftrug und dabei Maskierungstechniken einsetzte, um äußerst glänzende Werke zu schaffen, die wie ein Spiegel lackiert sind, in dem sich das Publikum widerspiegelt.

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Der Plan des Films „Affiches Peintes“, 1992

In den Jahren 1989 und 1992 erhielt ORLAN zwei Stipendien des FIACRE und des Fonds für künstlerische und kulturelle Innovation der Region Rhône-Alpes, um einen Künstleraufenthalt in Chennai (damals Madras) in Indien zu absolvieren. Anlässlich ihrer zweiten Reise, die dreieinhalb Monate dauerte, wurde sie von Stephan Oriach begleitet, einem Regisseur, mit dem ORLAN bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hatte.

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Shivas, 1991

 

Haut von einem Esel, Paillettenmalerei, 1990

Es handelt sich um eine Fotoserie, in der ORLAN Elemente aus der Geschichte von „Peau d’âne“ aufgreift und in Selbstporträts einfließen lässt. „Peau d’âne“ ist eine Prinzessin, um deren Hand ihr Vater angehalten wird, da er der Königin, ihrer Mutter, versprochen hatte, nur eine Frau zur Ehefrau zu nehmen, die schöner sei als sie selbst, und „Peau d’âne“ ist die einzige Frau dieser Art. Ihre Tochter entzieht sich den Begierden ihres Vaters, indem sie sich in das Fell eines Esels hüllt.  

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Gemälde, 1986

 

Geometrische Fragestellungen, 1973–1975

Abstrakte Gemälde, 1965

Wie viele Künstler begann auch ORLAN ihre Karriere mit der Malerei. Sie wollte keine kitschigen Werke schaffen und wollte keinen Pinsel verwenden – ein so alltägliches, so traditionelles Werkzeug!

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